Es wird angenommen, dass im 5. Jahrhundert die Karthager die Idee hatten Palmen anzupflanzen. Nach den Römern kamen die Mauren und entwickelten ein Bewässerungssystem für die Palmen, dass noch heute genutzt wird.
Heute verteilen sich die einst bis zu 200.000 Palmen über die ganze Stadt Elche. „El Palmeral“, der Stadtgarten gehört sogar zum Unesco Weltkulturerbe.

Nicht weit vom El Palmeral lädt der gepflegte und mit vielfältiger Botanik ausgestattete „Huerta del Cura“ ein. Vor allem aber spürt man den Frieden und die Ruhe, die der Garten über Jahrhunderte genießen durfte. Immer wieder gab es Menschen, die sich schützend vor die andersartige Nutzung des Geländes stellten und die dem Garten und der Pflanzen-und Tierwelt darin Raum, Pflege und Zeit angedeihen ließen. Manche der Palmen sind bis zu 300 Jahre alt.
Durch den Audioguide im Garten lernten wir, dass Palmen ungefähr einen Meter in 10 Jahren wachsen. Eine 10 m hohe Palme ist also ungefähr 100 Jahre alt. Seitdem überlegen wir gemeinsam bei jeder Palme das mögliche, ungefähre Alter … soviel Größe abschätzen, vergleichen und Kopfrechnen … Alltagslernen ist solch ein Gewinn.
Obwohl gut besucht und nicht unbedingt still, ist die Friedlichkeit im Garten doch allgegenwärtig. Wenn die anmutigen Pfauen an der, nach Sissi benannten, rund 150 Jahre alten Kaiserpalme vorbeistolzieren oder die Mandarinenten in leisen Runden über den Teich gleiten, dann lässt es sich gut abschalten und durchatmen.

Man kann sich zurückerinnern, an die Menschen, die hier sinnend durchspaziert sind. An die Menschen, die mit ihrer Pflege die Botanik geprägt haben. An das Kinderlachen im Sonnenschein und die Freude über die glitzernden Karpfen im kühlen Teich.
Welche Freude die bunten Blüten und die tanzenden Schmetterlinge und welche Erleichterung die schattigen Palmwedel und die glucksenden Wasserspiele in der Hitze des andalusischen Sommers brachten und immer noch bringen.

Lasst uns mehr friedliche Orte wie den Huerto del Cura wahrmachen. Orte, die Frieden in sich tragen und sähen und Heilung ernten.
Möchtest du noch mehr über den Huerta del Cura erfahren? Hier geht es direkt zur Homepage des Gartens.
Weitere Berichte zu unseren Reisen
Im Beitrag „Nur ein paar Steine“ reisen wir zum Vasa Museum in Stockholm. Neben ein paar historischen Fakten zu diesem bekannten Schiff der schwedischen Krone und was es mit den paar Steinen auf sich hat, philosophiere ich über unser Sein und die Zukunft.
In „Halbwüsten und Honig“ geht es in die Navarra Wüste im spanischen Hinterland. Was der Imker in der spanischen Wüste mit der vorbereiteten Umgebung, die wir unseren Kinder schaffen, zu tun hat, davon liest du hier.
Im Beitrag „Von Weite und Wundern“ reist du mit uns ins spanische Hinterland neben eine Einsiedelei und erlebst einen Herbstabend unter der Milchstraße mit uns.
oder auch noch:
„Von Ronja, Michel, Pippi und Krümel„, komm mit uns ins Astrid Lindgren Land in Schweden!
„Von Größe, Kunstwerk und Macht„, komm mit uns zu den Kathedralen von Salamanca und Burgos in Spanien.
