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Zwischen Steinriesen und Wolkengebirgen

Der Himmel ist grau und Wolkengebirge türmen sich bis zum Horizont.

Wir schlängeln uns die gewundenen  Bergstraße zwischen den grauen Steinriesen und saftgrünen Weiden empor. Alles ist in die grauen Steine eingefasst, die die Landschaft prägen.

Erste Frühlingsblümchen tupfen kleine Farbakzente zu den wolligweiß-matschbraun verklebten Schafherden auf den Wiesen.

Wir packen uns gut ein und holen Handschuhe und Matschhosen aus der Versenkung, es weht ein kalter Wind durch das Dauergrau.

Den mit Köstlichkeiten gepackten Rucksack geschultert, entdecken wir erst das uralte, steingraue Dorf mit seinen verwinkelten, gepflasterten Gassen, den schönen Fern- und Aussichten in die Weite des Hinterlands, über dem sich allmählich der Himmel weitet.

Der Wind weht ganze Wolkengebirge über uns hinweg und wir bewundern, angeregt durch die im Dorf aufgehenkten Filmplakate und unsere eigene Fantasie Drachen, Burgen und Einhörner, die über uns ein lustiges Schauspiel veranstalten.

Monsanto in den Hügeln

Wir lassen das Dorf, das von den riesigen, granitgrauen Riesenfindlingen und den geduckten, auf Ewigkeit gebauten Steinhäusern aller Größen besteht, hinter uns. Nur kleinere, unbenutzte Steinweiden und ehemalige Schweinekoben, die in die Felslandschaft integriert wurden, trennen uns noch von der Festung.

Diese ragt trutzig, standhaft, ungeschickt renoviert und dennoch so einladend vor uns auf. Wir klettern über Felsen, Mauern und entdecken kleine Pfade. Felsritzungen und Spalten deuten an, wo ehemals Geschosse eingezogen waren oder Gräber angelegt waren.

Versteckte Aussichtspunkte lassen die Augen immer wieder über die grüne, graugesprenkelte, weißgetupfte Landschaft mit den kleinen Dörfern in den Senken und Straßen wie aus einem Wimmelbilderbuch vor uns schweifen und wir können uns nicht sattsehen.

An die Felsriesen gelehnt erzählen wir uns Geschichten zu den Wolken- und Gesteinsgebirgen und stärken uns bei einem Picknick mit Nahrung für Herz und Augen und Magen.

Wir rätseln und staunen welche wunderschönen, starken und beeindruckenden Landschaften aus ein paar grauen Steinriesen und der dahinterliegenden Weite entstehen.

Wir sehen schon in der Ferne wie ein ganzer Ozean das Land überschwemmt und die Dörfer vollends im Regengrau verschwinden lässt. Der Wind weht genau zu uns, doch die paar eiskalten Regentropfen, die über uns hinwegfegen und dann ihren Weg gehen, lassen dann endgültig einige Sonnenstrahlen zu uns durch und die Weite erstrahlt nochmal so schön.

Wir umwandern die Hügelkuppe unterhalb der Festung und erfreuen uns an den zaghaften Sonnenstrahlen auf den verstreuten Frühlingsblümchen.

Ausblicke in die Weite Portugals
Ausblicke in die Weite Portugals

Zwischen den steingrauen Festungsmauern und den Steinriesen spazieren buntgescheckte und getigerte Katzen, die die wärmsten Flecken für ihr Sonnenbad finden und uns mal mit neugierigen, dann mit desinteressierten Blicken verfolgen.

Zurück durch neuere Pfade im steinernen Dorf geht es zu unserem Ausgangspunkt zurück. Mit eiskalten, rotglühenden Wangen und glücksgefüllten Herzen winden wir uns wieder die Bergstraße hinab und bewundern ein letztes Mal die Findlinge, die diese Landschaft prägen.

Soviel Geschichte und Geschichten prägen diesen Ort, wie sind wir froh, ihn gefunden zu haben.

 

 

Praktische Informationen

Monsanto ist eines der 12 historischen Dörfer in Portugal. Mehr über seine Geschichte und praktische Infos zum Übernachten mit Womo und co vor Ort liest du hier.

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